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Biketradition und Bikerkultur
2008
Tradition (lat.
tradere = hinübergeben) bezeichnet die Weitergabe von Handlungsmustern,
Überzeugungen und Glaubensvorstellungen. Tradition geschieht innerhalb
einer Gruppe oder zwischen Generationen und kann mündlich oder schriftlich
über Erziehung oder spielerisches Nachahmen erfolgen. Die soziale Gruppe
wird dadurch zur Kultur.
Traditioneller Kultur-Rückblick:
2008 -
2007 -
2006 -
2005 - und noch
Älteres |
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Wir wünschen allen Bikern
und denen, die es noch nicht sind:
Frohe Weihnachten
und
alles Gute für 2009 |
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So. / 16.11. / 2h / 23,3Km /
181Hm / MTB
Unterwegs mit Mountainbike, Singletrailer und
Flugzeug
Eine flache kleine Dreisamtal-Runde mit Mountainbike, Singletrailer und
Flugzeug. Heute kommt vor allem Pia auf ihre Kosten. Wenn die geduldigen
Eltern nicht halb erfroren die Notlandung eingeleitet hätten, um nach
Hause zu fahren, würde Pia wahrscheinlich heute noch schaukeln. |
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So. / 02.11. / 2h 20min /
20,5Km / 484Hm / MTB
Kleine feuchte Herbstrunde
Die schönste Zeit des Bikerjahres ist nun leider vorbei. Es ist
nass, kalt, die leuchtenden Herbstfarben gehen schnell verloren. So fahren
wir auch nur eine mäßig motivierte kleine Runde über den Brombergsattel. |
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So. /
19.10. / 9h /
59,3(+35,5)Km / 1026(+756)HM / MTB
Ein Auerhahn
Wie in der vergangenen Woche schon nehmen wir zunächst den Zug ab
Wiehre-Bahnhof. 2 Bikes und 2 Erwachsene kosten jeweils 4,80 Euro,
insgesamt also 19,20 Euro, Kind und Anhänger fahren kostenlos. Nebenbei
lernen wir eine Menge gut gelaunter Wochenendausflügler kennen. Nach
ungefähr
einer Stunde haben wir auf diese Weise schon 35 Km und 750 Höhenmeter
zurückgelegt, und dabei auch noch in Ruhe gefrühstückt. Wir steigen in
Seebruck/Bärental aus.
Strahlend blauer Himmel, so früh herrschen noch recht eisige
Temperaturen in dieser Höhe, an schattigen Stellen liegt sogar noch Frost auf dem Gras. Uns
erwartet ein phantastischer Herbsttag in den Bergen.

Von Bärental fahren wir zum Raimartihof. Es folgt eine Umrundung des
Feldsees, weiter hinauf zum Caritas-Haus. Da wir nicht wissen wie lange
wir, bevor der erste Schnee liegen bleibt, hier noch hinauffahren können,
pedalieren wir noch einmal ganz hinauf bis zum Feldbergturm (ca. 1500 m).
Dort wird das Bike abgestellt und wir machen eine größere Wanderung mit
Pia. Zuerst hinauf auf den 50 m hohen Turm, dann zum Seebuck.
Auf dem Rückweg entdecken wir plötzlich einen
Auerhahn,
eines der seltensten Tiere des Schwarzwalds. Entweder ist er krank oder
sehr menschengewöhnt. Für letzteres sprechen die Kennzeichnungen an beiden
Fußgelenken. Jedenfalls bekommen wir die einmalige Möglichkeit, einen
Auerhahn in freier Wildbahn aus nächster Nähe zu sehn.
Eine nächste Einkehr machen wir bereits nach wenigen
Minuten in der Todtnauer Hütte, ich glaube die einzige Hütte in der
Gegend, die wir bislang noch nie besucht haben. Doch es lohnt sich.
Windgeschützt genießen wir die letzten wärmenden Sonnenstrahlen bei einem
heißen Tee. Später, bei Stübenwasen heißt es in der Abendsonne dann noch einmal
durchatmen, mit Fernsicht bis zu den Schweizer Alpen.
Für die vielen schönen Bilder wurde eine neue Galerie
erstellt:
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Fr. /
17.10. / 1h / 13,8Km / 403HM / MTB
Energieniveaus
Man kann noch so erschöpft sein. Schafft man noch die kleine
Zusatzleistung, sich auf`s Bike zu schwingen, so widerfährt einem
Erstaunliches. Nach kurzer Zeit der Anstrengung fühlt man sich
paradoxerweise gestärkt und erfrischt. Fast so, als gäbe es im Wald ein
höheres Energieniveau, das irgendwie auf einen selbst übergeht.
Zuhause dann sind all die kleinen Sorgen wieder ins rechte Licht gerückt
und man spürt neue Kraft - dabei war man vorhin noch so erschöpft. |
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So. /
12.10. / 4h 17min / 50,7(+27,4)Km / 510(+607)HM / MTB
Der unbarmherzige
Schaffner
Wir erweitern unseren Aktionsradius, ohne uns mehr anstrengen zu müssen.
Mit der Bahn geht es in Windeseile ins Feldberggebiet. Dabei lernen wir
heute, dass im Regionalverkehr keine Fahrkarten mehr im Zug zu lösen sind.
Demzufolge wird man ohne wenn und aber wie ein "krimineller Schwarzfahrer"
behandelt. Eigentlich wären wir gar nicht angesprochen worden. Doch nun,
da wir auf den Schaffner zugegangen sind, um uns eine Karte zu kaufen,
sind 40 € Strafe für jede Person und nochmals 40 € für jedes der beiden
Bikes fällig, die ja auch schwarz gefahren sind (Kein Witz!). Der
Schaffner zeigt sich gänzlich unnachgiebig. Ärgerlich. Bald melden sich
einige Zugpassagiere zu Wort, die das Ganze ungerecht finden. Der Schaffner bleibt
stur: "Ich habe meine Vorschriften! Wenn es Sie nun zu Unrecht trifft,
kann ich es nicht ändern. Ich kann kein Auge zudrücken." Wir diskutieren so
lange herum, bis wir an der Stelle aus dem Zug gehen müssen, wo wir eh
hinfahren wollten. Da wir keine Personalausweise bei uns tragen, bleibt
uns die Strafzahlung erspart.
... und das alles nur, weil wir uns selbst gemeldet haben, um Tickets zu
kaufen! Jedoch nicht einmal diese mussten wir bezahlen. Denn das geht ja
nicht mehr, es können ja nur noch 40-€-Strafen kassiert werden.
Normalerweise wird auf bikeXtra
ja nur Erfreuliches berichtet. Diese kleine
Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Geschichte wird jedoch erwähnt, um andere vor der
Ticket-Falle zu schützen.
Als ich bei der Durchquerung eines Bachs am Feldsee
meinen Actioneinsatz habe, ist das alles wieder vergessen. Im Herbst ist
der Feldsee ein ganz besonderer Ort. Es ist tragisch-schön, wie die Natur
hier noch einmal prächtig erleuchtet, während das herbstliche Leben selbst
bereits im Begriff
ist zu verblassen. |
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Sa. /
11.10. / 4h 17min / 27,0Km / 628HM / MTB
Indian Summer
"Mit Indian Summer bezeichnet man jene Zeit im Spätsommer und
Frühherbst in Kanada und den Neuenglandstaaten, aber auch in Teilen
Alaskas und dem Mittleren Westen der USA bis nach Süden, die durch das
lebhafte Farbenspiel der orangeroten Wälder charakterisiert ist. Verbunden
ist dies mit einem oft strahlend blauen Himmel und einem erneuten Anstieg
der Temperaturen auf teilweise über 20 °C." (aus
Wikipedia)
... und das gibt es auch im Schwarzwald. Nur, dass die
Schwarzwaldindianer nicht auf Pferden, sondern auf ihren Bikes durch die
Wälder streifen. Keine der Zutaten des Indian Summer fehlen auf unserem Weg.
So fahren wir im Farbenrausch einen neuen Weg durch das Wittental und
steil hinauf zur Schlangenkapelle. Weiter oben am Streckereck entdecken
wir eine neue überdimensionierte Holzliege, auf der wir alle 4 (!) Platz
finden. Da hat sich jemand etwas wirklich Geniales einfallen lassen. Wir
rasten bei Apfelsaftschorle und Müsliriegel in der abendlichen
Herbstsonne, die gerade noch etwas wärmt, mit weit schweifendem Blick gen
Norden, weit über
das Wildtal hinweg.

Wir machen uns auf den Heimweg: Windel wechseln,
Armlinge, Windweste, Jacke anziehen, Helme aufsetzen (!), Anschnallen, ... Die Abfahrt
ins Attental ist schon sehr frisch, der Boden etwas matschig. Zuhause
werden die Bikes geschrubbt, Kette neu geölt und noch dies und
das. Auch diese Arbeit soll nicht unerwähnt bleiben. Schließlich sind wir
alle gut erholt zurück und die Bikes startklar für das nächste kleine
Abenteuer ... |
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