Patientenmundschutz bei
Regionalanästhesien.
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Zuammenfassung: Fragestellung: Die Verwendung eines Mundschutzes im Operationssaal soll die Kontamination von Wundflächen und Instrumenten mit pathogenen Keimen reduzieren. Bei Patienten mit Regionalanästhesie bedeutet ein Mundschutz jedoch auch Nachteile: mangelhafte Beurteilbarkeit von Lippenfarbe und Schluckbewegungen, Beklemmungsgefühl, CO2-Retention, Kosten. Stellt der Mundschutz bei Patienten mit Regionalanästhesie einen Nutzen im Sinne der Unterbindung einer Keimkonvektion dar? Bislang untersuchte keine Studie die Effizienz eines Patientenmundschutzes. Methodik: Insgesamt wurde bei 72 Patienten während aseptischer Operationen an jeweils 4 Messorten die Luftkeimzahl bestimmt: Regionalanästhesie mit Mundschutz 24, Regionalanästhesie ohne Mundschutz 22 sowie intubierte Patienten 26. Mittels eines Luftkeimsammlers (Impaktionsverfahren) wurden in 2 min 100 l Luft über einer Blutagarplatte angesaugt. Nach Inkubation bei 37 °C über 60 h wurde die Anzahl koloniebildender Einheiten (KBE) bestimmt und eine Keimdifferenzierung vorgenommen. Messorte waren OP-Feld, Anästhesieseite, vor und seitlich des Patientenmundes.
Schlussfolgerung: Der Patientenmundschutz vermindert die Luftkeimkonzentration über dem OP-Feld nicht und ist somit nach den Ergebnissen der vorliegenden Arbeit entbehrlich. Mit der Allgemeinanästhesie geht eine insgesamt höhere Luftkeimbelastung einher. Die Ursache hierfür ist unklar; denkbar wären vermehrt auftretende Luftturbulenzen durch eine erhöhte Aktivität und Anzahl des OP-Personals bei Allgemeinanästhesien. |
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