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Dem Korsenkopf begegnet man auf der französischen Insel
Korsika auf Schritt und Tritt. Wie der schwarze Mauren- oder Mohrenkopf
zum Symbol für korsische Eigenständigkeit geworden ist, weiß niemand
so recht. Die Entstehungsmythen sind widersprüchlich. Der Kopf taucht
an den verschiedensten Stellen auf, sogar als Schnitzwerk an Kanzeln in
uralten Kirchen. Fest steht, dass die Ratsversammlung unter P. Paoli ihn
1762 zum Symbol der damals frisch geborenen Nation erwählt hat. Seitdem
ist das, was ursprünglich eine Augenbinde für einen zum Tode
verurteilten Sklaven gewesen sein mag, auf die Stirn gerutscht,
möglicherweise mit Blick auf die Tradition hellenistischer Herrscher,
die sich eine weiße Stirnbinde umknoteten, als Zeichen, dass sie die
Herrschaft über ein Gebiet errungen hatten. |
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