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Tag 1 / 26,3km / 150Hm
Mittenwald >> Scharnitz
Dass es nicht immer leicht sein wird, ahnen wir, als um 4:00 Uhr der
Wecker klingelt. Mit dem Zug geht es bis nach Mittenwald. Wir lernen Nicole und Udo kennen,
die ebenfalls zur Alpenüberquerung gerüstet sind. Bei einer kleinen
Erkundungstour um Mittenwald begegnen uns an diesem sonnigen Sonntag
Scharen von Mountainbikern. Am Abend kleine Wanderung im Karwendeltal. |
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Tag 2 / 63,6km / 1650Hm
Scharnitz >> Maurach am Achensee
Heute steht die erste richtige Tour an. Gleich 2 heftige Anstiege auf dem Programm:
Hochalmsattel und Plumsjoch. Bei bestem Wetter mit Temperaturen bis 35°,
genießen wir phantastische Ausblicke im und später über das Karwendeltal.
1 h Pause am Wildbach in Hinterriss. Der geplante Zielort Pertisau ist uns
zu nobel, wir fahren noch weiter und finden eine Unterkunft auf dem
Familienbauernhof "Wach-Hof",
so wie wir es mögen. Ein gelungener Auftakt, der jedoch abends mit
fürchterlichem Blitz,
Donner und Hagel endet. |
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Tag 3 / 39,0km / 1536Hm
Maurach am Achensee >> Weidener Hütte
Dauerregen. Paradox: Die Gipfel, die wir gestern noch
schwitzend bei 35 °C überquert haben, sind nach der vergangenen Nacht nun
schneebedeckt. Viel zu früh bewährt sich unsere teure Investition in
Goretex-Hose, Goretex-Socken, ... Und doch. Irgendwann sind wir so
durchgefroren, dass wir in Weerberg in dem ****-Hotel "Friedheim"
um Einlass bitten müssen. Der freundliche Wirt serviert uns in warmer
Stube heiße Suppe und Kaffee - köstlich. "Und richtet oben auf der
Weidener Hütte schöne Grüße aus. Das sind hier unten unsere Nachbarn."
Gestärkt nehmen wir den Rest der 1300 Höhenmeter am Stück in Angriff. Ein
Mega-Anstieg. Es regnet weiter.
Oben auf der Weidener Hütte, wo es keine Duschen und kein "Sie" gibt,
begegnet man uns mit "grober" Freundlichkeit. Wir sind die einzigen Gäste.
Der Wirt, den wir nie nüchtern kennen lernen sollten, feiert ein Gelage
mit anderen Almbewohnern. "Ich lege gleich Briketts in den Ofen" - wir
frieren noch eine Stunde. "Dürfen wir unser Zimmer bitte beziehen?" "Jaja,
ich sehe mir erst noch die Fotos von meinen Besuchern an" - wir frieren!
Abends speisen die Bewirtschafter warme Menüs, bevor wir überhaupt gefragt
werden, ob wir auch etwas essen wollen. Als Hüttenneulinge fügen wir uns
in diese Art und hoffen, dass solche Sitten nicht in allen Hütten
vorherrschen. Schlecht geschlafen. |
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Tag 4 / 28,2km / 804Hm
Weidener Hütte >> Hintertux
Merke: "Hütte zu Weiden - meiden!" (Übrigens eine Ausnahme.
Alle anderen Hütten waren genial.) Solvere et laetum esse (Zahlen
und fröhlich sein) ... und schnell weg.
Das Blatt wendet sich. Sensationelles Wetter am Morgen, Sonne, wenige
Wolken.
"Die Alpen scheinen es gut mit uns zu
meinen
und lassen uns heute viele ihrer
versteckten Zutaten des Glücks zuteil werden."
Ein unvergesslicher, einsamer Aufstieg zum Geiseljoch. Wir
lassen uns viel Zeit und machen so manches Foto. Die Abfahrt ist schier
endlos und bringt unsere Bremsen zum Glühen. Apfelstrudel mit Vanillesoße
auf der Geiselalm. Nachmittag: In Hintertux kommen nicht nur wir, sondern
auch die ersten Skifahrer vom Berg. |
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Tag 5 / 35,1km / 1360Hm
Hintertux >> Sattelbergalm (Brenner)
Zunächst ein heftiger Aufstieg zum Tuxer Joch. Auf der
ersten Hälfte überholen uns unzählige LKWs, denn es wird eine riesige neue
Gondelstation gebaut.
"Die Geister, die ich rief,
werd` ich nun nicht los"
( Goethe, "Zauberlehrling" )
Das Naturerlebnis ist vor lauter Diesel
und Beton kaum wahrzunehmen. Nun würden wir gerne über diese Belästigung,
Verunstaltung und letztlich Habgier herfallen, wären wir nicht selbst
schon so oft hier gewesen - im Winter - zum Skifahren.
Aber so hoch wie wir kommen die Brummis nicht, hoch zum Tuxer Joch. Dort,
am Gipfelkreuz, genießen wir eine besondere Stimmung umgeben von dichten
Wolken. Die Abfahrt ist für uns nicht fahrbar, das heißt eine Stunde lang
schieben und tragen wir unsere Bikes über 550 Höhenmeter hinab in das Tal.
Unten sind wir schweißnass und doch durchgefroren - unangenehm. Unter der
Brennerautobahn hindurch und über sie hinweg verlieren wir sie in der
Tiefe unter uns gerne aus den Augen und gelangen schließlich zur
Sattelbergalm.
Mountainbiker-orientierte Alm-Unterkunft der Extraklasse.
(Bericht auch in nächster
MountainBike
09/05) |
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Tag 6 / 73,8km / 1350Hm
Sattelbergalm >> Brixen
Italien. 10 km lang auf über 2100 Metern Höhe geht es über die Brenner
Grenzkammstraße. Unzählige Bunker dokumentieren eine blutige
Vergangenheit. Kreuzjoch, Flachjoch, Sandjoch. Mal wärmt uns die Sonne,
dann pfeift wieder ein eisiger Wind. Schneebedeckte Bergkämme, Stille,
wieder Wind, Einsamkeit, zwei Pferde mit wehender Mähne bäumen sich dort
oben auf, Wiehern, dann nochmals Wiehern, seltsam - nur das Echo, wieder
eisiger Wind und Stille, spektakuläre Aussichten zwischen den durchs Tal
ziehenden Wolken. Man ist versucht, sich zu kneifen, um sicher zu gehen,
dass es wirklich ist.
Es folgt eine endlose Abfahrt von 2195 auf 945 m. Eis essen in Sterzing.
Gerade noch durch Schnee gefahren, sehen wir nun Badegäste im Vahrner See
bei Aicha.
Als Zielort für unseren Pausentag disponieren wir um und wählen an Stelle
Mühlbach die wunderschöne kleine mittelalterliche Stadt Brixen (Bressanone). |
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Tag 7 / 0,0km / 0Hm / :-)
Pausentag in Brixen
ENDE Teil 1
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( ich
will sofort weiterlesen:
hier 2.Teil ) |
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