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Tag 8 / 34,5km / 1480Hm
Brixen >> Starkenfeldhütte
Ein mühseliger Tag: erneut Dauerregen, die gesamten 1480 Hm müssen auf 34
km am Stück zurückgelegt werden, keine Abfahrt - nur Anstieg. 6 km vor dem Ziel
sind wir derart durchgefroren, dass wir eine Notrast in der Oberhauser Hütte
einlegen. Aufgewärmt machen wir uns auf den Endspurt. Der Lohn des Tages
ist nicht mehr fern: die
Starkenfeldhütte, urigste aller
Hütten, uralt, nur Holz, super-nette Leute, geniale Lage (Rodenecker Alm),
abends einfaches aber köstliches Hüttenessen, große Portionen, die wir
brauchen, Strom per
Generator bis um 22:00 Uhr (nächtlicher Gang zum WC mit Stirnlampe - auch
mal ganz interessant).
Abends stößt noch eine nette Wandergruppe (ca. 10 Personen) um
Roman
Müller zu uns, ein nicht nur sympathischer sondern auch höchst
interessanter Mensch. |
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Tag 9 / 58,8km / 1740Hm
Starkenfeldhütte >> Faneshütte (Dolomiten)
Am frühen Morgen gibt es ein zünftiges Bauernfrühstück auf unserer
Lieblingshütte:
Starkenfeldhütte. Wir verabschieden uns von den Wandersleuten und
machen uns wieder auf den Weg. Zunächst kurbeln wir 2 Stunden über die Alm.
Dann Abfahrt nach St. Vigil. Wir haben es da zwar noch nicht
nachgerechnet, aber irgendwie müssen wir es doch gewusst haben, dass heute
die 10000-Höhenmeter-Marke fällt. Und so kaufen wir in St. Vigil die halbe
Bäckerei auf, dazu Cola ohne Süßstoff mit viel Zucker und verdrücken alles
bei unserer Pause.
Nun verliert die bislang exzellente Wegbeschreibung von U. Stanciu an
Glanz: Zwar sagt das Schild: <Pederü-Hütte rechts>, doch wir glauben an
unseren Stanciu und folgen seinem Roadbook nach links. Nach ca. 150
Höhenmetern und knapp ½ h winkt uns dann ein Bauer
zurück: "Ne neh, andere Richtung. Wenn ich für jeden, den ich schon zurück
geschickt habe, 1 € bekommen würd`, dann könnt` ich davon leben!" Und er
schmunzelt. Kann er meine ungläubigen Gedanken lesen? Immerhin lautet die
oberste Regel: "Frage nie einen Einheimischen nach dem
(Mountainbike-)Weg!" Doch der freundliche Bauer sollte Recht behalten.
Via Pederü-Hütte tauchen wir ab in die schönsten und gewaltigsten aller
Berge: die Dolomiten. Bis zur Faneshütte (2060 m) ist es noch ein
ordentliches Stück Arbeit. Reihenweise kippen die Männer an dem quälenden
Anstieg aus dem Sattel, was Manu zu ungeahnter Höchstleistung motiviert.
Zitat: "3 Männer hinter mir gelassen, da steig ich doch nicht ab!"
Faneshütte:
Etwas Spezielles, eher ein 4-Sterne-Hotel mit Hüttenflair im Berg, aber
auch entsprechende Preise, Käse und Wurst kosten extra - naja! Und doch:
Fanes hat was! Übrigens der einzige Ort, an dem wir wahre Scharen von
Alpencrosslern getroffen haben - außer in Riva natürlich. |
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Tag 10 / 49,9km / 1580Hm
Faneshütte >> Cortina d`Ampezzo >> Faneshütte
Manu darf heute ohne Rucksack fahren, ich mit nur leichtem Tagesgepäck.
Denn wir wollen am Abend in die Faneshütte zurückkehren. Unsere
Schleife führt hinab ins Tal nach Cortina d`Ampezzo via Fanesalm, Richtung
Travenanzestal, über Passo Posporcora, Tofana. Zurück fahren wir über
Fiames. Unerwartet heftige Runde mit "Mörderanstiegen", oft geschoben,
einige Male verfahren.
Cortina ist zwar wunderschön anzuschauen, letztlich jedoch nur eine
stilvolle Touristenhochburg. Lohnend hingegen die gewaltigen
Dolomitengipfel und die Almen.
Am Abend speisen wir mit einigen Wanderern aus Südtirol, lustige Truppe
mit eigener Homepage:
Gaudimusikanten. |
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Tag 11 / 41,4km / 2100Hm
Faneshütte >> Rifugio Viel dal Pan
Um es auf den Punkt zu bringen: Königsetappe bei Kaiserwetter mit
Lumpenbeschreibung. Über das Limojoch, später über den Passo Incisa bis
nach Arabba haben wir im ersten Teilstück eine traumhafte Tour.
Aufgrund einer fehlerhaften Beschreibung gelangen wir auf den falschen
Aufstieg von Arabba nach Portavescovo. Leider bemerken wir den Irrtum zu
spät. Umkehren lohnt nicht mehr. Die Folge: 1000 Höhenmeter schieben wir
unsere Bikes eine maximal steile Piste hinauf.
Oben an der Portavescovo haben wir dann einen fantastischen Blick auf die
Marmolada, die Königin der Dolomiten. Doch sie verteidigt sich gut. Sie
führt uns auf den extrem schmalen Bindelweg Nr. 601. Diese Nummer werden
wir nie vergessen. Der Weg gibt Platz für Wanderer oder Bike, nur selten
für beides. Links fällt der Hang ungesichert immer wieder mehrere Hundert
Meter steil bergab. Damit nicht genug. Mehrmals müssen wir einige Meter
hinauf oder hinab klettern - nicht zu vergessen: mit Bike! Angesichts
unserer Erschöpfung und des Steilhanges eine erhebliche Gefahr. Absturz
bedeutet Tod. Hier gehören Mountainbikes nicht hin! Nachdem wir fast 12
Stunden unterwegs sind und allein 6 Stunden unser Bike geschoben haben,
brechen wir unsere Tour am Rifugio Viel dal Pan ab; bezeichnender Weise
auf einer Klippe in 2432 m Höhe. Dort verbringen wir einen netten Abend
mit einigen Wanderern. Alle sitzen an einem Tisch.
Abends gehe ich noch einmal vor die Tür und bewundere den Gletscher der
Marmolada in der untergehenden Sonne. Beeindruckend aus dieser Höhe. Ich
gehe noch ein paar Meter vor ... und schaue 600 Meter in die Tiefe. |
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Tag 12 / 76,9km / 1670Hm
Rifugio Viel dal Pan >> San Martino di Castrozza
Zunächst müssen wir die restliche Tour bis Canazei von gestern nachholen.
Der zweite Teil des Bindelwegs Nr. 601 ist breit und sicher fahrbar.
Mittagspause machen wir auf dem idyllischen Marktplatz in Moena.
Dann müssen wir wegen einer Wegsperrung eine kleine Tourabänderung
vornehmen, finden jedoch wieder gut zurück auf die geplante Route. 8oo
Höhenmeter geht es nun extrem steil hoch zum P.so Lusia, gerade noch mit
maximaler Anstrengung fahrbar. Vom gestrigen Schiebe- und Schreckenstag
sind wir noch ganz fix und foxi = Beine zu. Zwischenzeitlich Gedanke an
vorzeitigen Tourabbruch. Doch wir quälen uns hoch. Können nicht mehr
sitzen. Zwischendurch nun immer wieder Pause und Schieben. Nach dem ersten
Berg folgt eine lange Abfahrt nach Paneveggio.
Und wieder ein Anstieg, 600 Höhenmeter. Dieses Mal zwar mit nur mäßiger
Steigung, doch wir sind inzwischen am Rande unserer Leistungsfähigkeit
angelangt. Erinnerungen an die schlimmsten Marathons werden wach. Gutes
Wetter, grandiose Landschaft, viele Stopps und der Gedanke an den
bevorstehenden Pausentag bringen uns letztlich auch über diesen für heute
letzten Berg am Passo Rolle. Abfahrt nach San Martino ... Hotel ...
Spaghetti ... Bett.
(Fahrzeit: 6h 49min, Tourzeit: 11h 12min) |
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Tag 13 / 0,0km / 0Hm / :-)
Pausentag in San Martino di Castrozza
ENDE Teil 2
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( ich
will sofort weiterlesen:
hier
3.Teil ) |
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